Rafael Hänni

Wer bist du und wie hat dich dein Weg zur Coworking Küche geführt?

Ich bin Rafael Hänni, 36 Jahre alt und Vater von zwei Söhnen. Vor 21 Jahren habe ich meine Kochlehre im Kursaal begonnen. Danach folgten verschiedene berufliche Stationen, unter anderem auch im Ausland.

Durch eine glückliche Fügung bin ich schliesslich in die Selbstständigkeit gerutscht. Sechs Jahre lang führte ich einen Betrieb in Oberhofen am Thunersee. Später entstand gemeinsam mit meiner damaligen Geschäftspartnerin der Wunsch, noch einmal etwas Neues zu wagen. So eröffneten wir den Werkhof, den ich während fünf Jahren mitführte.

Eine weitere glückliche Fügung brachte mich 2025 schliesslich zur Kita Matahari, an einen Ort, dessen Werte mit meinen übereinstimmen. Hier kann ich mit Produkten kochen, für die im üblichen Gastronomiealltag oft wenig Raum bleibt, und gleichzeitig unter Bedingungen arbeiten, die sich besser mit meinem Familienleben vereinbaren lassen.

Was entsteht bei dir in der Coworking Küche?

In der Coworking Küche bereite ich die Mahlzeiten für die Kinder dreier Kitas zu. Dabei koche ich mit regionalen und saisonalen Zutaten und setze auch auf pflanzliche Proteinquellen.

Warum nutzt du die Coworking Küche und wo siehst du ihren Mehrwert?

Die Coworking Küche bietet verschiedenen Menschen und Betrieben einen Ort, an dem sie sich beruflich verwirklichen und ihre Ideen umsetzen können. Genau darin liegt für mich ein grosser Mehrwert.

Mich reizt die Vorstellung, gewisse Abläufe gemeinsam zu denken: Bestellungen zu bündeln, Produkte gemeinsam zu beziehen und dadurch Synergien zu schaffen. In der Umsetzung ist das nicht immer einfach, weil die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzenden sehr unterschiedlich sind und hier ganz verschiedene Produkte entstehen. Trotzdem sehe ich darin Potenzial.

Was schätzt du an der Coworking Küche besonders?

Regionalität konsequent umzusetzen, ist im Alltag oft schwieriger, als man denkt. Die Coworking Küche bietet dafür einen spannenden Ansatz. Es braucht Zeit, bis sich solche Strukturen entwickeln, aber hier entstehen Kontakte und Möglichkeiten, die sonst vielleicht nicht zustande kämen.

Besonders wertvoll finde ich den direkten Austausch mit den Produzent:innen. Man lernt die Menschen hinter den Produkten kennen und es können neue Formen der Zusammenarbeit entstehen.

Was ist dein Lieblingsgerät in der Coworking Küche?

Der Herd. Ganz einfach, weil ohne ihn vieles nicht geht.